Werte Kunden,
einige von Ihnen werden sich in diesem Jahr gewundert haben, wo doch sonst meine Weihnachtsgrüße mit einer schönen Weihnachtskarte per Post zu Beginn der Adventszeit verschickt werden.
Dieses Jahr ist alles ein wenig anders. Anstatt bunter Weihnachtskarten oder Porto habe ich mich dazu entschieden, das
Projekt ICAN und
„Don’t bank on the bomb“ (zu Deutsch etwa: „Investiere nicht in die Bombe“) mit
einer Spende zu unterstützen.
Weihnachten wird traditionell mit Frieden in Verbindung gebracht, insbesondere im christlichen Kontext. Es erinnert an die Geburt Jesu Christi, der in der Bibel als „Friedensfürst“ bezeichnet wird (Jesaja 9:6). Die weihnachtliche Botschaft umfasst Begriffe wie Liebe, Hoffnung, Versöhnung und Frieden – sowohl im zwischenmenschlichen als auch im globalen Sinne.
Überdies ist Weihnachten oft eine Zeit, in der Menschen versuchen, Konflikte beizulegen und harmonische Beziehungen zu fördern. Historisch gesehen gab es sogar während großer Kriege, wie dem Ersten Weltkrieg, vereinzelte Weihnachtswaffenruhen, die den symbolischen Charakter des Festes als Friedenszeit unterstrichen.
Die Lage in der Welt ist derzeit mehr als angespannt. Der neue US-Präsident liebäugelt mit dem Panama-Kanal und mit Grönland. Der Krieg in der Ukraine hält an. Israel hat im Gazastreifen so ziemlich alles zerstört, was zum Leben notwendig ist, und besiedelt mit Waffengewalt ganz ungeniert Gebiete, die ihm nicht gehören. China bleibt eine ständige Bedrohung für Taiwan. Ewige und anhaltende Spannungen sowie Kriege ziehen sich vom Jemen über ganz Afrika. „Du sollst nicht morden“ – diesen Passus findet man in jeder Religion weltweit.
Freie Marktwirtschaft, wie die westliche Welt sie anstrebt, kann nur im Frieden gedeihen. Die meisten Spannungen und Kriege finden in Ländern statt, in denen gar keine Rüstungsindustrie existiert. Und hier sind wir bei der alten Frage: Was war zuerst – das Ei oder die Henne?
Weltweit sind die Rüstungsausgaben so hoch wie nie zuvor. Geld, das für Infrastruktur, Bildung, Schulen, Forschung, die Versorgung der Alten sowie die Gesundheitsversorgung fehlt. Geld, das durch Kriege erst Fluchtursachen schafft, die uns gleichzeitig Sorgen bereiten.
Verzicht auf Massenvernichtungswaffen (ABC/CBRN), Streubomben und Antipersonenminen, Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag sowie Waffen und Rüstungsgüter – selbst diese Minimalziele für ein friedliches Miteinander werden von der westlichen Finanzwelt mit Füßen getreten.
Die Deutsche Bank mit DWS (Xtrackers) und die Commerzbank mit Comdirect gehören zu den Größten in der deutschen Investorengruppe. Es folgen Allianz, DZ-Bank mit ihren Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, BayernLB, die Deka Gruppe der Sparkassen und traurigerweise die KfW-Kreditanstalt für Wiederaufbau, eigentlich gegründet, um ein Land und die Wirtschaft nach der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges wieder aufzubauen. Diese Unternehmen unterstützen mit erheblichen Krediten oder direkten Beteiligungen die global gefährlichsten Waffen, wie die Atombombe.
Mit Vanguard, BlackRock (iShares) und State Street Global Advisors (SPDR) sind es primär die großen Player am ETF-Markt, die die größten Investoren des gesamten Rüstungsmarktes sind – von der Atombombe über Streubomben bis zu Antipersonenminen, die noch Jahre nach einem Krieg spielende Kinder verletzen.
Der Papst/Vatikan formuliert in seiner Aufforderung „Mensuram Bonam“ für das moralische Investieren: Keine Geldanlage ist moralisch neutral: „Entweder wird das Reich Gottes durch die von uns eingesetzten Mittel vorangebracht, oder es wird vernachlässigt und unterminiert“. Politische Entscheidungsträger, Vorstände von Banken, Fondsgesellschaften oder Stiftungen sowie Versicherungen entscheiden sich ganz bewusst für einen Kredit oder für eine Anlage. Dies geschieht nicht aus Versehen. Nachhaltigkeitskriterien werden so aufgeweicht, dass jedes Geschäft hineinpasst. Einigen Anlagevehikeln im Konzern werden ESG-Kriterien verordnet, mit denen man wirbt, während der Rest ungeniert die schmutzigen Geschäfte betreiben.
Niemand möchte einen Mehrwert durch den Gedanken erzielen, dass unschuldige Zivilisten, Kinder und Frauen sowie zwangsrekrutierte junge Männer ermordet und verstümmelt werden, um eine gute Rendite zu erzielen. Viele Rüstungsprojekte gehen weit über die Landesverteidigung oder für den Gebrauch für die Polizei hinaus. Die Produktion und der Export von Waffen und Munition in Spannungsgebiete stellen die Wurzel allen Übels dar.
Wir alle können einen kleinen Beitrag leisten, indem wir diesen auffälligen Konzernen nicht unser Geld geben, unsere Geschäftsverbindungen überdenken, Produkte abstoßen, den Werbeversprechen und kleinen Geschenken widerstehen und nicht nur auf den letzten Cent der Kostenoptimierung schauen.
Es geht auch völlig ohne Rüstung. Der norwegische Staatsfonds hat ganz offiziell auf all das verzichtet. DNB mit seinem Technologiefonds ist nach Kosten ähnlich gut wie ein ETF-Investment in den NASDAQ – nur ohne die schmutzigen Investments.
Peter Zeier, Vorstand des mehrfach mit dem Lipper-Preis ausgezeichneten Unternehmens Quantex, schrieb mir zu diesem Thema: „Wir haben bis jetzt im Multi Asset wie auch im Global Value Fund (seit 2008) noch nie in einen Rüstungskonzern investiert. Diese Firmen haben tendenziell hohe Kapitalkosten und tiefe Free-Cashflows, weshalb wir auch aus Bewertungssicht nie daran interessiert waren.“ Fachlich macht es also auch nicht immer Sinn.
ICAN bekämpft nur die Spitze des Problems und die größte Gefahr. Durch ihre Arbeit decken sie viele andere schmutzige Geschäfte auf und überzeugen zum Umdenken. Nicht umsonst hat diese Organisation 2017 den Friedensnobelpreis erhalten. Eine Arbeit, die es sich lohnt zu unterstützen und die nicht besser zu einem friedlichen Weihnachtsfest passen könnte.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien erholsame, fröhliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Möge 2025 Ihnen Gesundheit, Glück und weiterhin viel Erfolg bringen.
Ich freue mich auf ein gemeinsames, erfolgreiches und vor allem friedliches neues Jahr.
Beste Grüße und bleiben Sie gesund.
Mike Lehmann
Ihr freier Finanzberater
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